Die Faszination aufgreifen - Wichtig sind mentale Stärke und  Athletik

"Neue Wege gehen.", das war einer der Schlagsätze im gemeinsamen Workshop mit unseren Vereinsberatern vor gut vier Wochen im Kloster. Das wir diese Herausfordeung bereits sind anzunehmen, zeigten uns unsere Leichtathleten, die sich bereits im Herbst vergangenen Jahres mit einer neuen Idee beschäftigt haben. Dem Bob- und Skeleton-Sport.

April, April!  - Der Artikel war ein gelungener Aprilscherz :-)

Bob und Skeleton waren jedenfalls ziemlich an den Haaren herbeigezogen, aber vielleicht gibts mal irgendwann eine Wintersportabteilung im TSV.

Mit sportlichen Grüßen,
Arnt Maaßen, 1. Vorsitzender und Aprilscherz-Beauftragter

 

Zwei der Sprinterinnen, Franzi und Johanna laufen die 100 Meter unter 11 Sekunden, das ist nicht herausragend. Aber im Vergleich zu den anderen Sprintern sehr stark. Nach einiger Internetrecherche sind dies Zeiten, die beste Voraussetzungen für Bob-Anschieber und Kemal meldete die beiden zu einem Leistungstest beim Hessichen Bob- und Schlittensportverband e.V. an. Die beiden belegten von den Zeiten her die Platze unter den ersten 10 von rund 50 Konkurrentinnen, das Vorhaben wurde langsam konkreter und nach Rücksprache im Vorstand wurden die weiteren Schritte und die Finanzierung abgesprochen.

Gute Stimmung beim LeistungstestGute Stimmung beim LeistungstestÜber die Verbansanmeldung kamen wir recht günstig an zwei gebrauchte Bob- und Skeleton-Modelle aus der 2000er Serie in Winterberg. Diese wurden - da wir in Morschen keine professionellen Eiskanäle oder -bahnen besitzen - in ZUsammenarbeit mit einem Konstruktionsbüros auf sogenannte Detracked-Varianten umgebaut.  Die Kufen wurden durch schnellaufende Air- und Minweels ersetzt, die Laufschienen sowie dem eigentlichen Fahrwerk mit dem vorderen und dem hinteren Bock blieben unverändert. Derzeit läuft das Zulssungsverfahrn beim Bob- und Schlittenverband für Deutschland. Zur Zeit stehen beide Exemplare zur finalen Abnahme.

Unsere Hessische Mittelgebirgslandschaft ist nahezu Ideal für Bobsport, Wege haben ein ideales Gefälle, der Verkehr ist nicht so hoch wie in den bekannten Wintersportzentren. Die Suche im Gemeindegebiet war auch für uns als Verein erfolgreich. Private Pächter, als auch die Forsterverwaltung hatten wenig Einwände gegen die Nutzung der Waldwege für unsere sportlichen Vorhaben. Drei variantenreiche Strecken wurden am neuen "Hausberg"  - dem Fünfkant - geplant:

  1. Der Fuldasteig - gerade Schussstücke, steil und in den Hang eingefräst
  2. Ziegenberg I und II Variantenreiche Bobfahrten, wir schulen dort den absolut geraden Lauf in Flachstücken - vergleich Curling
  3. Die Kesselbahn ist das Aushängeschild, lang und länger windet sich die Bahn durch den Wald, ehe sie flacher im Kesselgrund den Geradeauslauf fordert um nicht am Lindenhof bereits zu enden. Am Ziel winkt das Vereinsheim - bei gutem Wetter Schneebar inklusive. Apres ski können wir sicher auch.

Abgenommen werden die drei Passagen am 16. April durch eine Delegation des Landessportbunds.

Nicht am Hausberg, aber avisierte Wettkampfbahn:

  1. Die Henschen, sehr schnell, durchweg asphaltiert und kurvig anspruchsvoll
    Zu Beginn recht steil zum Fahrt  aufnehmen, mit vielen kleinen und großen Kehren windet sie sich zu Tal und läuft am Ende relativ eben aus.

Einen Wettkampf in Morschen auszutragen ist zur Zeit jedoch nur ein sehr fernes Ziel. Wir möchten erst einmal in den geregelten Trainingsbetrieb gehen. Derzeit stehen noch einige Krafteinheiten in der Turnhalle an, ehe der erste Schlitten seine Bewährungsprobe erhält.

Die Unterstützung durch unsere beiden Vereinsberater hat uns ein großes Stück geholfen, ohne sie wären wir nicht so schnell in die sprichwörtliche Spur gelangt. Aus Frankfurt lässt man sich wie folgt zitieren:

Begeistert vom Vorhaben des TSV zeigen sich (ebenfalls) die Vereinsentwicklungsberater des Projekts "Starker Sport. Starker Verein.", Dani Herrlich und Alex Fischer, die den Verein bis Ende 2020 unterstützen und betreuen werden.

"Wir sind immer bestrebt Vereinen, die Wichtigkeit eines Alleinstellungsmerkmals aufzuzeigen und die Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem. Und sind wir mal ehrlich, was uns der TSV hier präsentiert, ist an Innovation schwer zu überbieten",

so Herrlich, und Fischer ergänzt,

"Man muss auch einmal abstrakte Wege gehen, um maximalen Erfolg verbuchen zu können."

Für das Vorhaben [.....] werden Herrlich und Fischer dem TSV zudem bei der Erarbeitung eines Marketingkonzepts unterstützend zur Seite stehen.

So bleibt der Vorstand hoffnungsvoll, die Investitionen werden sich am Ende lohnen, denn für eine schnelle Fahrt gibt es drei Kriterien: Einen guten Start, eine stabile Fahrlage und bestens präpariertes Material. Das, gepaart mit der gehörigen Portion Spaß am Sport können das Projekt nur erfolgreich werden lassen.

Bilder vom letzten Hallentraining von Kemal:

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